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Start:   S/U-Bhf Lichtenberg
Ende:   S/U-Bhf Lichtenberg

Länge:  5,5 km
Zu Fuß: 2,0 h

Diese Tour führt Sie in ein Freiluftmuseum der Architektur und des Städtebaus. Sie ermöglicht Ihnen Einblicke in eine wegweisende architektonische Reformbewegung:  das Neue Bauen der 1920er Jahre. Start- und Endpunkt der Tour ist der S- und U-Bahnhof Lichtenberg.

Das Neue Bauen war eine Bewegung in Architektur und Städtebau im Deutschland der 1910er bis 1930er Jahre. Angesichts drängender sozialer Probleme und eines massenhaften Bedarfs an Wohnraum versuchte sie bezahlbaren Wohnraum für Arbeiter und Angestellte nebst Familien zu schaffen. Zur damaligen Zeit prägten Mietskasernen das Berliner Stadtbild. Teils unwürdigen Wohnverhältnissen setzten die Architekten des Neuen Bauens etwas radikal Neues entgegen: Wohnungen, in grüner Umgebung mit Licht, Luft und Sonne. Typisch waren die industrielle Bauweise, einfache, streng geometrische Formen und – sozusagen als Erkennungsmerkmal – das Flachdach.

Eine Reihe bedeutender Beispiele dafür finden Sie im Weitlingkiez. Zuerst folgen Sie der Weitlingstraße über Margaretenstraße bis zur Zachertstraße. An der Kreuzung zur Ribbecker Straße stehen Wohnanlagen des Architekten Jacobus Goettel.  Pappelhof, Ulmenhof und Erlenhof bestechen durch das genau kalkulierte Farbspiel ihrer Fassaden. Danach passieren Sie die zwischen Lincolnstraße und Eggersdorfer Straße gelegene  Wohnanlage von Mebes und Emmerich, errichtet 1926/27.

Max-Taut-Schule

Sonnenhof

Biegen Sie nun nach rechts in die Bietzkestraße ein. Bereits an der nächsten Kreuzung sehen Sie den  Sonnenhof von Erwin Anton Gutkind, eine markante Wohnanlage in monumental wirkender Blockbebauung. Ihre streng rot-weiß-grau gegliederte Fassade und die spektakuläre Ausbildung der Blockecken prägen das Erscheinungsbild der umgebenden Straßenzüge.

Nächste Station Ihrer Tour ist die nach ihrem Architekten benannte   Max-Taut-Schule an der Fischerstraße. Architektonisches Juwel der seinerzeit größten Schulanlage Deutschlands ist die Taut-Aula. Mit ihrem Wiederaufbau und der denkmalgerechten Rekonstruktion ist ein neuer kultureller Anziehungspunkt in Berlin entstanden.

Nach der Überquerung des Nöldnerplatzes gelangen Sie zum Archibaldweg. An der Einmündung zur Rupprechtstraße sehen Sie die verschachtelte Fassade der  Rupprechtblöcke. Der Architekt Bruno Ahrends experimentierte hier mit kubischen Formen. Die Wohnanlage des Architekten Paul Rudolf Henning in der  Metastraße ist das nächste Ziel Ihres Rundgangs. Der langgestreckte, streng wirkende Häuserblock ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet und erhält so eine optimale Besonnung.

In der Friedastraße konzipierte Adolf Rading 1931/32 eine  Anlage für das Existenzminimum für 190 Arbeitslose. Abschluss Ihrer Tour zum Neuen Bauen ist eine an der Irenenstraße zwischen Weitling- und Wönnichstraße gelegene   Wohnanlage. Volker Raatz entwarf den auch „Alte Fabrik“ genannten Gebäudekomplex 1930.

Tipp

In der Splanemannstraße und Friedenhorster Straße in Friedrichsfelde befindet sich die Splanemannsiedlung. Erbaut wurde sie in den 1920er Jahren nach Plänen des damaligen Stadtbaurates Martin Wagner und gilt als erste Plattenbausiedlung Deutschlands.

 

Legende – Tour 2
NEUES BAUEN

Start:   S/U-Bhf Lichtenberg
Ende:   S/U-Bhf Lichtenberg

Länge:  5,5 km
Zu Fuß: 2,0 h

 Pappelhof, Ulmenhof, Erlenhof

 Wohnanlage Mebes und Emmerich

 Sonnenhof

 Max-Taut-Schule
Fischerstraße 36

 Rupprechtblöcke

 Wohnanlage des Architekten Paul Rudolf Henning

 Anlage für das Existenzminimum

 Wohnanlage nach Volker Raatz

 U-Bahn
 S-Bahn
 Tram
 Start der Tour
 Ende der Tour
 Gastronomie
 Verkehrsliniennetz
 Tourstrecke

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