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Freitag, 30. Juli 2010
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Gutshaus Hohenschönhausen, historische Ansicht

Gutshaus Hohenschönhausen

Gutshaus Hohenschönhausen

Liebevoll „Schloss“ genannt, ist das Gutshaus eines der bau- und kulturhistorisch interessantesten Gebäude im Berliner Nordosten. Historiker datieren seine Errichtung auf das Jahr 1690. Doch seine Geschichte reicht noch weiter: Als 1995 das Landesdenkmalamt die Fundamente des Hauses freilegen lässt, stoßen die Ausgräber auf Mauern eines Gebäudes aus dem 14. Jahrhundert.

Im Gutshaus residieren eine Reihe interessanter Bewohner und prominente Vertreter ihrer Zeit, etwa die Familie von Röbel, der preußische Reformer Friedrich Scharnweber oder Paul Schmidt, Erfinder von Trockenbatterie und Taschenlampe. 1929 fällt das Gebäude nach der Pleite von Schmidts Firma in den Besitz der Stadt Berlin. Der Magistrat bringt in den Räumen nacheinander einen Kindergarten, ein Tuberkulose-Kinderkrankenhaus sowie eine Entbindungsstation unter. Noch vor der Wende wird das verwinkelte und baufällige Haus nicht mehr gebraucht, es steht mehrere Jahre lang leer. Ein Förderverein widmet sich seit 1998 der Restaurierung und künftigen Nutzung des inzwischen denkmalgeschützten Hauses als „Bürgerschloss“.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.schlosshsh.de

Adresse

Hauptstrasse 44
13055 Berlin
Neu-Hohenschönhausen
Telefon: 030 - 97 89 56 00
Fax: 030 - 97 89 56 21
FoerdervereinHhnsch@gmx.de
www.schlosshsh.de