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Dienstag, 7. September 2010
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Paul von Fuchs

(1640 – 1704), Preußischer Staatsminister

Paul von Fuchs war 1685 maßgeblich an der Ausarbeitung der "Edikts von Potsdam" beteiligt. Damit bot der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den in Frankreich verfolgten Protestanten eine neue Heimat in Brandenburg-Preußen an. Ca. 20 000 Hugenotten folgten diesem Ruf. Ihr Einfluß auf die Eßgewohnheiten, die Sprache und Kultur sind noch heute spürbar.

Im Jahr 1684 erwarb Paul von Fuchs das Malchower Gut, das unter ihm eine Blütezeit erlebte. Er ließ ein zweigeschossiges Herrenhaus errichten, in dem auch der preußische König Friedrich I. und seine Ehefrau Sophie Charlotte oft zu Gast waren. Am 7. August 1704 starb er in Malchow und wurde in der Gruft der Malchower Dorfkirche begraben.

Die mittelalterliche Dorfkirche wurde wenige Tage vor dem Ende des 2. Weltkrieges von der Wehmacht gesprengt. Eine Gedenktafel an dem zur Zeit ungenutzten und sanierungsbedürftigen Herrenhaus erinnert an Paul von Fuchs.

Literatur: Theodor Fontane „ Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Spreeland“

Text: Monika Mews, Robert-Uhrig-Str. 26, 10315 Berlin, Tel. (030) 529 43 86, mews@laufend-neues.de, www.laufend-neues.de.