Im Rahmen des bundesweiten Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wurde das Doppelwohnhochhaus Schulze-Boysen-Straße 35/37 von der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft, einem der großen städtischen Wohnungsunternehmen Berlins, zum Niedrigenergiehaus umgebaut. Es entstand das größte Niedrigenergiehaus Deutschlands, in dem im Rahmen eines Pilotprojekts innovative technische Standards zur Energieeinsparung erprobt werden.
Im Rahmen des bundesweiten Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wurde das Doppelwohnhochhaus Schulze-Boysen-Straße 35/37 von der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft, einem der großen städtischen Wohnungsunternehmen Berlins, zum Niedrigenergiehaus umgebaut. Es entstand das größte Niedrigenergiehaus Deutschlands, in dem im Rahmen eines Pilotprojekts innovative technische Standards zur Energieeinsparung erprobt werden.
Zu den bei der Komplettsanierung und -modernisierung in großem Umfang eingesetzten Energiesparmaßnahmen gehören zum Beispiel der Einbau von wassersparenden Armaturen und 4,5-Liter-WC-Anlagen, eine moderne 12 cm starke mineralische Fassadendämmung, der Einbau von neuen Heizflächen und Thermostatventilen, der Einbau neuer Kunststofffenster mit 3-Scheiben-Isolierverglasung und vor allem der Einbau einer neuen Fernwärme-Hausanschlusstation mit BHKW (Blockheizkraftwerk)-Modul und einer kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Mittels des Einsatzes einer ferngesteuerten Fernwärme-Hausanschlussstation wird eine optimale Anschlussleistung erzielt. Weiterhin wird die Brauchwarmwasserbereitung in intelligenter Kombination mit einem BHKW und dem permanent wirkenden Antilegionellensystem (Legioex) realisiert. Der vom BHKW produzierte Strom wird effektiv für die Betreibung hausinterner Anlagen eingesetzt.
Von den ca. 8,0 Millionen Euro für die Sanierung des 18- und 21-geschossigen Doppelhochhauses entfallen fast 2,5 Millionen Euro auf energiesparende Maßnahmen und die Sanierung auf Niedrigenergiehausniveau.
Das Haus und seine innovative Technik stoßen im In- und Ausland auf reges Interesse - bereits mehr als 100 Delegationen haben die Musterwohnung besichtigt und sich über die innovative Gebäudetechnik informiert.