Zentralfriedhof FriedrichsfeldeDer 1881 eröffnete landeseigene Friedhof ist als Parkfriedhof angelegt. Der Entwurf stammt von Stadtgartendirektor Herrmann Mächtig. Der Friedhof ist seitdem für alle sozialen Schichten und alle Bekenntnisse offen. Wegen der ansprechenden Gestaltung wählen auch wohlhabende Berliner den Friedhof als Bestattungsort. Er ist Ruheplatz für viele berühmte Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und Politiker. Das Spektrum reicht vom Astronomen Archenhold über den jüdischen Großkaufmann Simon Blad, den Oberbürgermeister Martin Kirchner, die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz bis zum Schriftsteller Ludwig Renn und den Schauspieler Eduard von Winterstein. Der Friedhof ist eng mit der Geschichte der politischen Linken in Deutschland verknüpft: Gründerväter und Führer der sozialdemokratischen und kommunistischen Bewegung finden hier ihre letzte Ruhe. Mit Wilhelm Liebknecht beginnt die Tradition als „Sozialistenfriedhof“. Zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht lässt die Kommunistische Partei Deutschlands 1926 auf dem Friedhof das „Revolutionsdenkmal“ durch Ludwig Mies van der Rohe errichten, das 1935 von den Nationalsozialisten zerstört wird. Seit 1983 erinnert eine Stele an das historische Monument. Die „Gedenkstätte der Sozialisten“ wird 1951 eingeweiht. Die Stele aus Porphyr im Mittelpunkt der Anlage trägt die Inschrift: „Die Toten mahnen uns“. Dort findet jeden zweiten Sonntag im Januar die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt. AdresseGudrunstr. 2010365 Berlin Lichtenberg Telefon: 030 - 55 97 533 foerderkreis-friedrichsfelde@web.de www.sozialistenfriedhof.de |







