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Freitag, 3. September 2010
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Wandgemälde Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978

Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978

An der Wand des Hauses in der Skandinavischen Straße 26 wurde das rd. 260 Quadratmeter große Monumentalgemälde „Nicaraguanisches Dorf – Monimbó 1978“ von Manuel Garcia Moia geschaffen und am 27.8.1985 dem Stadtbezirk Lichtenberg übergeben. Es zählt zu den größten Wandgemälden der naiven Malerei in der Welt. Garcia Moia ist ein Maler der naiven Kunst und wurde erst nach der sandinistischen Revolution in Nicaragua vom Juli 1979 international bekannt. Er wurde am 13.6.1936 in Monimbó geboren und erlernte verschiedene Handwerksberufe bis er schließlich als Autodidakt mit der Malerei begann. Sein Talent wurde erkannt und gefördert, so dass Garcia Moia im Jahr 1959 ein Studium aufnehmen konnte.

Auf dem Wandgemälde ist der Widerstandskampf der Einwohner des Stadtteils Monimbó in Masayas dargestellt, die sich am 20.2.1978 gegen das Regime des Diktators Anastasio Somoza Debayle erhoben hatten. Der Aufstand wurde durch die Nationalgarde Somozas innerhalb einer Woche blutig niedergeschlagen. Die Einwohner beklagten 343 Opfer, darunter zumeist Frauen und Kinder. Erst am 19.7.1979 konnte der Diktator Somoza vertrieben werden.

Bis auf die Fassadengestaltung eines Kindergartens in Hessen sind die zahlreichen Wandbilder des Künstlers in Europa und auch in den USA mittlerweile zerstört oder übermalt.

Einer eigens gegründeten Kunstinitiative, engagierten Bürgern und Sponsoren und nicht zuletzt dem Hauseigentümer ist es zu verdanken, dass dieses Wandgemälde erhalten blieb. Direkt vor dem Haus wurde ein Platz nach dem Künstler benannt. Dort informiert eine Säule über den Werdegang des Bildes und seines Schöpfers.