Dorfkirche Lichtenberg

Am Loeperplatz ist der alte Anger aus dem 13. Jahrhundert in seinem Grundriss unverändert. Er erinnert mit seiner kleinen Kirche in der Platzmitte an die frühen Anfänge von Lichtenberg. Eine Lichtung auf einer Anhöhe gab dem Ort seinen Namen.

Die Kirche wird in der Mitte des 13. Jahrhunderts als massive Feldsteinkirche errichtet. Sie wird, wie bei ländlichen Kirchen im märkischen Raum üblich, als einfacher Saalbau ohne Chor, Grabgewölbe und Turm gebaut. Den Turm erhält die Kirche erst über 500 Jahre später, nämlich 1792.

Das Dorf Lichtenberg wächst - und mit ihm seine gotische Kirche. Bereits 1846 wird die Kirche weiter ausgebaut und mit Emporen und einer Orgel ausgestattet. Seit 1848 ergänzt das Pfarrhaus (in der Möllenhoffstraße 33) die Kirche. Dieses Pfarrhaus ist eines der wenigen erhaltenen Häuser des alten Dorfkerns.

Die Kirche wird im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, die Rekonstruktion der Ruine beginnt 1950 - ein beschwerlicher Wiederaufbau, der erst 1966 mit der Errichtung der neuen Turmspitze ein Ende findet. Aus dieser Zeit stammt auch ein großer Bruchstein-Quader, damals das erste Denkmal, das der Bezirk den im Nationalsozialismus ermordeten Widerstandskämpfern widmet. Sehenswert ist auch die Grabvase vor der Kirche, die Johann Gottfried Schadow 1797 für seine verstorbene Mutter aufstellen ließ. Johann Gottfried Schadow zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des deutschen Klassizismus. Sein Hauptwerk ist die von ihm im Jahre 1795 entworfene Quadriga auf dem Brandenburger Tor.

Weitere Informationen zur Dorfkirche Lichtenberg erhalten Sie unter:
www.kirche-alt-lichtenberg.de

Adresse

Alte Pfarrkirche Lichtenberg
Möllendorfstr. 33
10365 Berlin
Telefon: 030 - 97 10 49 44
buero@kirche-alt-lichtenberg.de
www.kirche-alt-lichtenberg.de
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