Folgen Sie den Wegen der architektonischen Avantgarde. In den 1920er Jahren gestalteten berühmte Architekten Wohnungen mit viel Licht und Grün und schufen im sozialen Wohnungsbau den Beginn einer neuen Epoche.
Zwischen 1924 und 1931 erfuhr Berlin einen lebhaften Aufschwung im Wohnungsbau. Viele herausragende Zeugnisse der fortschrittlichen Architektur der Weimarer Republik entstanden in Lichtenberg. Namhafte Architekten errichteten im Auftrag der Wohnbaugesellschaften klar gegliederte und funktionale Wohnhöfe. Den deutlichsten Eindruck der damaligen Bauweise geben die zahlreichen Komplexe mit begrünten Innenhöfen und Gemeinschaftsanlagen.
Beispielhaft sind die von Jacobus Goettel entworfenen Anlagen "Ulmenhof", "Pappelhof" und "Erlenhof" im Weitlingkiez unweit des Bahnhofs Lichtenberg. Das imposanteste Objekt jedoch ist der "Sonnenhof" von Erwin Gutkind, der mit ursprünglich 260 optimal belichteten Wohnungen, Ladengeschäften und einer Kindertagesstätte im Inneren alles vereint, was sich eine Familie wünscht. Die "Flusspferdhof"-Siedlung mit ihren drei parallel angeordneten Laubenganghäusern des Architektenduos Paul Emmerich und Paul Mebes befindet sich in Hohenschönhausen und ist nach den beiden steinernen Pferden in einem plätschernden Wasserbassin benannt, welches das Zentrum der Wohnanlage bildet.
Die Gesamtanlage Erlenhof & Pappelhof & Ulmenhof finden Sie im Bereich
Kraetkestraße / Ribbecker Straße / Rummelsburger Straße / Zachertstraße, Berlin-Friedrichsfelde.
Der Sonnenhof wird umfasst von der Archenholdstraße / Bietzkestraße / Delbrückstraße und Marie-Curie-Allee in Berlin - Friedrichsfelde.
Zwischen der Landsberger Allee und Konrad-Wolf-Straße können Sie einen Blick auf die Flusspferdhofsiedlung in Berlin-Hohenschönhausen werfen.