Kraftwerk Klingenberg

Ein Großprojekt der Industriearchitektur brachte unzähligen Berlinern Strom ins Haus. Das zu seiner Zeit größte und modernste Kraftwerk seiner Art verrichtet noch heute seine Dienste.

1925 ist erst rund die Hälfte der Berliner Haushalte an das Stromnetz angeschlossen – ein Umstand, der im selben Jahr zur Errichtung eines Kraftwerkes mit 270.000 Kilowatt Leistung an der Spree in Rummelsburg führt. Hierzu unterzeichnen die AEG („Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft“) und die BEWAG („Berliner Städtische Elektrizitätswerke AG“) am 9. Juli 1925 einen Vertrag. Im Vorstand der AEG sitzt der bedeutende Ingenieur Georg Klingenberg, der mit seiner umfassenden Erfahrung auch das technische Konzept für das Steinkohlekraftwerk in der Köpenicker Chaussee liefert, das 1927 posthum nach ihm benannt wird. An der Konstruktion beteiligt sind die Architekten Walter Klingenberg - Georgs Bruder - und Werner Issel.

Für die Anlieferung der Kohle wurde eigens ein Stichkanal mit Hafen und Straßenbrücke angelegt. Früher mit Steinkohlenstaub betrieben, funktioniert das heutige Heizkraftwerk hauptsächlich mit Braunkohle sowie Erdgas und nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zur umweltfreundlichen Erzeugung von Strom und Fernwärme in einem Prozess.

In der Zukunft kann man sich den Bau von zwei Biomassekraftwerken und einer hocheffizienten Gas und Dampf-Anlage an diesem Standort vorstellen.

Zum Kraftwerk Klingenberg geht es hier:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/
denkmale_in_berlin/de/industrie_und_technik/kraftwerk.shtml

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